Beerdigung

Mitten im Leben sind wir mit dem Tod umfangen.    

(Gotteslob Nr. 654)

Der Tod gehört zum Leben. Denn jeder Mensch wird einmal sterben.
So klar und einfach und wahr dieses Sätze sind, so schwierig ist es, allgemein und erst recht in der persönlichen Betroffenheit damit umzugehen.

Als katholische Christen wissen wir uns in Gott geborgen, auch und besonders über den Tod hinaus. Dieser Glaube und diese Hoffnung können uns trösten, tragen, helfen, den Schmerz zu ertragen.

Erste Anlaufstelle für Fragen zu Trauer und Trauerbegleitung sind die Seelsorger der Pfarrei St. Maria. Mit diesen können Sie seelsorgliche Gespräche vereinbaren.

Auch Fragen zu kirchlicher Bestattung, Gedenken in Gebet und Gottesdienst erörtern Sie bitte zuerst mit dem zuständigen Pfarrer. Antworten auf allgemeine Fragen zum Thema Sterben / Tod / Beerdigung finden Sie am ende dieser Seite.


  Herr, unser Gott, du bist allen nahe, die zu dir rufen. Auch wir rufen zu dir aus Not und Leid. Lass uns nicht versinken in Mutlosigkeit und Verzweiflung, sondern tröste uns durch deine Gegenwart. Gib uns die Kraft deiner Liebe, die stärker ist als der Tod. Mit unseren Verstorbenen führe auch uns zum neuen und ewigen Leben
 

(Gotteslob No. 34.3)

 

Rat und Hilfe bei Sterben und Tod

 

... wenn ein Angehöriger im Sterben liegt:

  • Kontakt zu einem Priester ist in jeder Pfarrgemeinde möglich. Der Priester besucht den Sterbenden, er spendet auf Wunsch das Sakrament der Wegzehrung (Eucharistie, Kommunion) oder das Sakrament der Krankensalbung.

     
  • Die ökumenischen Hospizdienste bieten Begleitung von Sterbenden und schwerkranken Menschen an. Auf Wunsch betreut ein ehrenamtlicher Begleiter den Kranken.
    Hospizdienste
     

... in besonderen Notsituationen wie plötzlicher Unfall oder Selbstmord:

  • Im Erzbistum gibt es spezielle Notfallseelsorger. Sie sind jederzeit erreichbar und kümmern sich um Angehörige und Augenzeugen bei Unglücksfällen mit plötzlichem Tod oder Selbstmord. Notfallseelsorger sind geschult für die Hilfe bei Schock oder Traumatisierung.
    Notfallseelsorge
     

... nach dem Tod eines Angehörigen:

  • Auf Wunsch besucht ein Seelsorger die trauernde Familie. Tote können zu Hause aufgebahrt werden, die Seelsorger bieten das gemeinsame Gebet am Totenbett an.
     

... kirchliche Bestattung:
 

  • Jeder Katholik hat das Recht auf eine kirchliche Bestattung. Dazu müssen die Hinterbliebenen ihren Ortspfarrer informieren. Der Pfarrer ist in der
    zuständigen Gemeinde zu erreichen. Die Fragen nach Begräbnisstätte, Friedhof, Sarg etc. regelt meistens das beauftragte Bestattungsunternehmen.
    Die Beerdigung ist eine kirchliche Feier. Sie wird von einem Priester oder einem Diakon geleitet. In der Regel feiern die Hinterbliebenen vor oder nach der Beerdigung die Heilige Messe (Requiem), entweder in der Friedhofskapelle oder in der Kirche.
     
     

... kirchliche Bestattung nach Kirchenaustritt:
 

  • Getaufte Menschen, die aus der Kirche ausgetreten sind, bekommen in der Regel keine kirchliche Bestattung. In Ausnahmefällen ist diese jedoch
    möglich, wenn die Angehörigen es wollen und der Wille des Verstorbenen nicht eine kirchliche Feier zulässt. Die Entscheidung trifft der Pfarrer nach einem Gespräch mit den Angehörigen.

... Feuerbestattung

  • Die katholische Kirche legt Wert auf die Form der Erdbestattung. Es gibt aber heute kein strenges Verbot der Feuerbestattung mehr. Auch nach einer Einäscherung ist eine kirchliche Begräbnisfeier möglich. 

...wenn ein ungeborenes Kind stirbt

  • Auch für ungeborene Kinder ist eine Trauerfeier und eine Bestattung möglich. In den größeren Orten des Bistums.
    Weitere Informationen geben die Krankenhausseelsorger oder die Ortspfarrer
    in den Gemeinden.