Schulanfang 2017



Ein neues Schuljahr beginnt in diesen Tagen. Ebenso ein neues Kindergartenjahr. Dabei denke ich an die zahlreichen Kinder und Heranwachsenden in den Kindergärten und Schulen.

Schulen und Kindergärten sind sehr verschiedenartig – entsprechend den Begabungen und den familiären Strukturen. Jedes Kind und jeder Schüler soll sich optimal entfalten können. Die Sport- und Musikvereine darf man in diesem Bemühen nicht übersehen.

 

Mit Recht steht die Bildung in der Skala dessen, was in unserem Land zu tun ist, ganz oben.

 

Seit vielen Jahren ist unsere Kirche besorgt um die Weitergabe des Glaubens an die kommende Generation.

Bei dieser Aufgabe sind zunächst die Eltern gefordert. Sie sind die ersten Glaubenserzieher. Bleiben sie gegenüber dem christlichen Glauben distanziert, können selbst ein hervorragender Religionsunterricht und eine engagierte Erstkommunionvorbereitung nicht viel ausrichten.

Bei einer Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach meinte die Hälfte der Befragten, dass Eltern die eigenen Werte und Glaubensüberzeugungen nicht glaubhaft vorlebten. Eine Garantie für künftiges Christsein ist das religiöse Engagement von Eltern freilich nicht. Aber ohne Eltern geht gar nichts in der weltlichen Bildung wie in der Bildung der Religion.

 

Eine große Hilfe erwächst aus dem gemeinsamen Gebet. Eine Familie, die betet, hält auch zusammen. Diese Überzeugung vertrat die Heilige Mutter Teresa. Meine Erfahrung: Wenn man in einer Gruppe betet, wird alles anders. Gott tritt herein. Das Tischgebet und das Abendgebet laden dazu besonders ein.

Ebenso bedeutsam ist die regelmäßige Mitfeier der Heiligen Messe an Sonn- und Feiertagen. Immer wieder wird festgestellt, dass sich die Kirchen mehr und mehr leeren. Die Feier in der Kirche am Samstagabend oder Sonntagmorgen baut auf, stabilisiert und vertieft die Freude an einer Lebensgestaltung aus dem Glauben heraus.

 

Mögen die kommenden Monate für Schule und Kirchengemeinde eine segensreiche Zeit sein.

 

 

Hermann Knoblauch

Pfarrer