Fronleichnam 2017



Der Blumenteppich am Fronleichnamsaltar bezieht sich zunächst auf die Geschichte von der Stillung des Seesturms, von der das Markusevangelium berichtet. (Mk 4,35-41). Jesus, der dem Sturm gebot, so dass völlige Stille eintrat, ist der Herr der Welt, der Grund für Hoffnung und Zuversicht. Jesus Christus ist der menschgewordene Gott und der auferstandene Christus. Er begleitet uns in unserem Leben und wirkt in den Sakramenten. Er ist als Person gegenwärtig in der Heiligen Eucharistie.

 

Das Schiff ist auch ein Sinnbild für die Reise. Der Heilige Augustinus schrieb: „Das Leben in dieser Welt ist wie ein stürmisches Meer, durch das hindurch wir unser Schiff bis in den Hafen führen müssen; wenn wir es schaffen, der Versuchung der Sirenen zu widerstehen, wird es uns zum ewigen Leben bringen.“

 

Das Schiff ist auch ein Sinnbild für die pilgernde Kirche. Die Arche Noah ist der biblische Hintergrund für diese Deutung.

 

Das Schiff als Sinnbild für die Kirche ist auch eingegangen in den Kirchenbau. Man spricht vom Kirchenschiff. In einer Hymne, die dem Heiligen Cyprian zugesprochen wird, wird dieser Vergleich noch ausgeführt. Dort wird gesagt: Der Chor stelle die Kajüte, der Turm den Mast und die Sterbepfeiler das Ruder dar. Später wurde das Kreuz auch mit einem Anker oder Mast verglichen.

 

 

 

Pfarrer

Hermann Knoblauch